Teil 1 · Ankommen

4. Grundkonzepte, die alles erklären#

Etappe folgt wenigen Regeln, die überall gelten. Wer sie kennt, muss nicht jeden Bereich einzeln lernen: Alles hängt an einer Reise, jede Reise hat einen Status, und die App trennt Vorhaben von Tatsachen.

4.1 Reise als Klammer: was zu einer Reise gehört#

Die Reise ist die Klammer um alles. An ihr hängen Skizze, Kalender, Unterkünfte, Strecken, Aktivitäten, Sportives, Budget, Tagebuch, Packliste, To-dos, Checkliste, Recherchen, Erinnerungen, Dokumente und Karte. Jeder Eintrag gehört zu genau einer Reise.

Deshalb nimmt das Löschen einer Reise ihre Inhalte mit: Tagebuch, Fotos, Budget, Anhänge. Der Bestätigungsdialog sagt das und weist darauf hin, dass die Reise auch aus Wo ich schon war verschwindet. Willst du sie nur aus dem Weg haben, archiviere sie — sie rutscht in den Filter „Archiv“ und bleibt erhalten.

Nicht zur Reise gehören die Stammdaten: Personen, Haustiere, Fahrzeuge und Länder werden ihr nur zugeordnet. Recherchen dürfen auch ohne Reise existieren (Recherchen).

Wie Reisestatus, Skizze und Recherchen zusammenhängen, klärt 4.6 Idee, Skizze oder Recherche? Drei Zoomstufen der Planung.

4.2 Der Reisestatus: Angedacht, Bucket-List, Planung, In Realisierung, Mitten drin, Vorbei#

Jede Reise trägt genau einen Status. Er bestimmt die Farbe der Pille, die Gruppierung in der Übersicht und ob das Datum den Status fortschreiben darf.

StatusBedeutung
AngedachtEin Einfall, mehr nicht.
Bucket-ListIrgendwann, ohne Zeithorizont.
PlanungIn Arbeit, aber nichts ist verbindlich.
In RealisierungEs wird ernst: Datum steht, gebucht wird.
Mitten drinDie Reise läuft gerade.
vorbeiAbgeschlossen — Zeit für Rückblick und Fazit.

In der Reisen-Übersicht stehen die Filter-Chips umgekehrt: laufende Reisen zuerst, „vorbei“ zuletzt. Den Status setzt du im Reise-Formular unter Bearbeiten.

4.3 Wie der Status automatisch mitwandert#

Beim App-Start und beim Öffnen der Reisen-Übersicht prüft Etappe, ob ein Status noch zum Datum passt — und korrigiert ihn nach festen Regeln:

  1. Die Reise braucht ein Startdatum und darf nicht archiviert sein.
  2. Fortgeschrieben werden nur In Realisierung und Mitten drin. Angedacht, Bucket-List und Planung bleiben unangetastet — wann ein Vorhaben ernst wird, entscheidest du.
  3. Vor dem Startdatum gilt „In Realisierung“, vom Start- bis einschließlich Endtag „Mitten drin“, danach „vorbei“. Fehlt das Enddatum, ist der Starttag der letzte Tag.
  4. „vorbei“ ist Endstation: Auch geänderte Daten holen die Reise nicht zurück — von Hand kannst du den Status jederzeit ändern.

Setzt du eine Reise einmal auf „In Realisierung“, meldet sie sich am Abreisetag selbst als laufend, zeigt „Tag 3 von 12“ und legt sich nach dem letzten Tag zu den Akten.

4.4 Teilnehmende: Menschen, Tiere und Fahrzeuge reisen mit#

Wer mitfährt, steht unter Bearbeiten → Reisegruppe: Teilnehmer, Haustiere und ein Fahrzeug. Die Zuordnung ist mehr als Dekoration:

Löschst du später eine Person oder ein Haustier aus den Stammdaten, bleibt der Name an der Reise stehen — mit dem Hinweis „Nicht mehr in den Stammdaten“. Eine vergangene Reise verliert nie ihre Besetzung. Wer nur nicht mehr mitreist, wird besser archiviert: Archivierte erscheinen in neuen Auswahllisten nicht mehr, bleiben aber dort, wo sie schon zugeordnet sind.

4.5 Warum Anhänge erst nach dem Speichern möglich sind#

Dokumente, Belege und Fotos hängen an einem Datensatz. Solange der noch nicht existiert, gibt es nichts, woran der Anhang hängen könnte — deshalb steht die Karte Dokumente nie im Formular, sondern erst in der Detailansicht. Der Ablauf:

  1. Eintrag anlegen und mit Sichern speichern.
  2. Den Eintrag in der Liste antippen — die Detailansicht öffnet sich.
  3. Zur Karte Dokumente scrollen und Datei oder Foto hinzufügen.

Ausgenommen sind Bilder, die selbst ein Feld sind: Cover-Foto der Reise, Profilbilder in den Stammdaten, Scan und PDF im Ausweis-Formular (Dokumente und Belege).

4.6 Idee, Skizze oder Recherche? Drei Zoomstufen der Planung#

Reisestatus, Skizze und Recherchen sehen auf den ersten Blick nach drei ähnlichen Listen aus. Sie sind aber dasselbe Vorhaben in drei Auflösungen — von grob nach fein.

WerkzeugEbeneFrage
Reise mit Status „Angedacht“/„Bucket-List“die ganze ReiseWohin überhaupt mal?
Skizzeder AblaufIn welcher Reihenfolge?
Rechercheein einzelner FundWelches konkret?

Ganz oben steht die Reise selbst: Mit „Angedacht“ oder „Bucket-List“ hältst du nur fest, dass es dich überhaupt dorthin zieht (Eine Reise anlegen). Eine Stufe tiefer ordnet die Skizze den Ablauf — erst Fähre, dann drei Nächte an der Küste — und trägt bewusst kein Datum, nur Reihenfolge und Dauer (Skizze). Am feinsten ist die Recherche: Ein Eintrag hat Adresse, Telefon, Öffnungszeiten und Preis und meint genau dieses eine Hotel (Recherchen).

Nach unten führt jede Stufe in die nächste: Ein Skizzen-Baustein vom Typ Notiz wird über „Reell machen“ zu einer Recherche, und aus einer Recherche wird über „Umsetzen“ eine Unterkunft, eine Aktivität oder eine Strecke. Oben anfangen musst du aber nicht — wer schon ein bestimmtes Hotel im Blick hat, legt sofort eine Recherche an.

Nicht verwechseln: Aktivitäten führen einen eigenen Status „Idee“. Der sagt nur, wie verbindlich ein einzelner Programmpunkt ist, und hat mit dem Reisestatus nichts zu tun (Aktivitäten).

4.7 Geplant, gebucht, tatsächlich — wie Etappe die drei Ebenen trennt#

Eine Reise durchläuft dieselbe Strecke dreimal: als Absicht, als Buchung, als Erlebnis. Etappe hält das auseinander.

EbeneWo sie sichtbar wird
GeplantSkizze, geplantes Budget, gezeichnete Route, Status „Angedacht“
GebuchtBuchungsstatus, Buchungsnummer, Beleg als Anhang
TatsächlichTagebuch, erfasste Ausgaben, aufgezeichnete Route

Unterkünfte und Strecken kennen die Buchungsstufen Planung, In Bearbeitung, Gebucht, Bestätigt, Abgeschlossen und Verworfen; Aktivitäten Idee, Geplant, Gebucht und Abgeschlossen; Sportives Geplant, In Bearbeitung und Erledigt. Die Unterkunft-Kachel zählt „Gebucht“ und „Bestätigt“ zusammen und färbt ihre Zahl gelb, solange etwas offen ist.

Beim Geld gilt dasselbe: Das Budget setzt du, die Ausgaben rechnet Etappe aus den echten Positionen zusammen (Budget). Bei Strecken liegt die geplante Route als gestrichelte Linie neben der gefahrenen (Strecke aufzeichnen).

4.8 Datum, Uhrzeit und Zeitzonen#

Der Reisezeitraum besteht aus reinen Tagen ohne Uhrzeit. Das Enddatum liegt nie vor dem Start — schiebst du den Start nach hinten, zieht das Ende mit.

Termine haben zusätzlich eine Uhrzeit: Check-in und Check-out, Abreise und Ankunft, Beginn einer Aktivität. Die Datumsauswahl zeigt einen eigenen Kalender, der montags beginnt und den Reisezeitraum hervorhebt. Termine außerhalb sind erlaubt — die Fähre am Vorabend gehört dazu. Speicherst du so einen, fragt Etappe „Reisezeitraum erweitern?“ mit den Knöpfen Zeitraum erweitern und Nur Termin speichern. Hat die Reise noch keinen Zeitraum, heißt der Vorschlag Zeitraum übernehmen.

Alle Zeiten stehen in der Zeitzone deines Geräts. Einzige Ausnahme ist die Strecke: Dort schaltest du „Ziel in anderer Zeitzone“ ein und stellst den Versatz in Halbstundenschritten bis ±14 Stunden. Die Ankunft trägst du als Ortszeit am Ziel ein; das Detail beschriftet sie als „Ankunft (Ortszeit)“, nennt die Zeitzone des Ziels und rechnet den Versatz aus der Dauer heraus (Strecken).

4.9 Übernachtungen: warum in Nächten gerechnet wird#

Unterkünfte denken in Nächten. Im Formular gibst du den Check-in-Tag, die Zahl der Übernachtungen (1 bis 90) und die Check-out-Uhrzeit an; das Check-out-Datum errechnet Etappe daraus und zeigt es sofort.

Gezählt werden Kalendertage zwischen Check-in- und Check-out-Tag — die Uhrzeiten spielen bewusst keine Rolle. Wer freitagabends anreist und montagmorgens fährt, bucht drei Nächte.

Die Reisedauer zählt dagegen beide Randtage mit: Freitag bis Montag sind vier Reisetage. Im Hero steht deshalb „Tag 1 von 4“, während die Unterkunft drei Übernachtungen ausweist — beide Zahlen stimmen, sie messen Verschiedenes (Unterkünfte, Rechenwege im Detail).